DIY: Überdachung für unsere Outdoor-Küche

DIY: Überdachung für unsere Outdoor-Küche

Große Projekte. Kleine Etappen.

Wenn man ein großes Projekt wie den Bau einer Outdoor-Küche in mehrere Etappen unterteilt, wie die Gestaltung des Bodens, der Überdachung und später der Schränke, hat das viele Vorteile. Für meinen Mann zum Beispiel einen ganz entscheidenden: Ich konnte nicht ständig neue Baustellen eröffnen. Es gab bereits eine. Eine einzige, wie er immer wieder betonte: „Basta.“ Bei uns blieb das Chaos also auf den Hintergarten beschränkt. Dort hatten wir beim DIY: Natursteinboden für unsere Outdoor-Küche einmal den Rasen zerstört – und dabei blieb es dann auch. Für ein paar sehr laaange Monate: Matsch statt Gras. Gummistiefel statt FlipFlops.

Weitere Vorzüge einer Großbaustelle: Auch das Material blieb überschaubar. Was wir für den nächsten Bauabschnitt brauchten, lag im Grunde schon da. Wir wussten, was als Nächstes zu tun war, und mussten uns nicht jedes Mal wieder komplett neu in das Projekt hineindenken. Und selbst unser Mitte-40-Körper stellte sich langsam auf die neue Lebenssituation ein. Muskeln, Sehnen und Knochen entwickelten eine gewisse Verschleißroutine. Sie resignierten und gaben nach und nach einfach auf. 

Eine Dauerbaustelle im eigenen Garten hat jedoch nicht nur Vorteile: Man stellt zum Beispiel zwischendurch fest, dass man eigentlich noch ungefähr 487.323 andere Projekte auf der Wish-List hat, die alle warten müssen. Aber weil wir schon einmal angefangen haben, möchten wir auch irgendwann fertig werden. Dafür fehlte nach dem Natursteinboden noch ein entscheidender Bauabschnitt: die Überdachung. Und auch die wollten wir selbst bauen: einmal DIY, (fast) immer DIY.

DIY: Überdachung für unsere Outdoor-Küche

Insgesamt 15 Balken hatte ich beim Holzhändler bestellt. Alle genau fünf Meter lang, Konstruktionsvollholz aus Fichte. Das ist eine ziemlich furchteinflößende Menge Holz, wenn die Balken erst einmal vor einem liegen, den halben Garten versperren und gestrichen werden wollen. 

Bevor es ans Bauen ging, sprühten wir alle Balken mit unserer Farbpistole schwarz. Das sparte uns gleich mehrere Stunden Zeit im Vergleich zum Farbanstrich mit dem Pinsel. Ich liebe schwarzes Holz im Garten, weil das Grün der Pflanzen rundherum besonders gut zur Geltung kommt und es auch zu Natursteinen super passt. 

Wir hatten also zwei Eimer schwarze Farbe, Balken sowie Schrauben und vor allem Erfahrung: Zum Glück war das nicht unsere erste selbstgebaute Pergola. Eine Terrassenüberdachung hatten wir für unser vorheriges Haus schon gebaut und wussten deshalb ziemlich gut, was auf uns zukam. Vor allem unsere Muskeln, Sehnen und Knochen erinnerten sich: zu gut.

Stabile Balkenlage

Die Pfosten sollten 10 x 10 Zentimeter stark sein, die Dachbalken 12 x 10 Zentimeter. Die fünf Meter langen Balken kürzte mein Mann zunächst einmal mit der Kappsäge millimetergenau auf die richtige Länge.

Die Pfostenträger hatte mein Mann in weiser Voraussicht bereits beim Bau des Natursteinbodens einbetoniert. Auch das war einer der Vorteile unserer Etappenplanung: An dieser Stelle konnten wir jetzt einfach weitermachen und die Stützbalken in die Pfostenschuhe schrauben. Für die Rückwand, hinter der wir unser Kaminholz lagern, hatte mein Mann ebenfalls neue Pfosten gesetzt und an ihnen Querbalken befestigt, um das Ganze zu stabilisieren. 

Leiter rauf. Leiter runter. Leider.

Die fünf Meter langen Balken mussten natürlich irgendwie nach oben. Also schulterten wir sie, trugen sie durch den Garten und hievten sie anschließend die Leiter hinauf. Unsere Schultern waren davon erwartungsgemäß nur mäßig begeistert. Aber sowohl sie als auch wir wussten ja, worauf wir uns eingelassen hatten.

Die Dachbalken bekamen ein leichtes Gefälle, damit das Regenwasser später ablaufen kann. Bei unserer ersten Terrassenüberdachung hatten wir schließlich schon gelernt, worauf es ankommt. Und so kletterten wir die Leitern rauf und runter. Rauf und runter. Immer schön im Takt, damit erst die Balken, dann wir oben ankamen. 

An einem Tag erbaut

Im Laufe des Tages waren tatsächlich alle Balken montiert. Unsere zweite selbstgebaute Pergola stand. Und das an nur einem Samstag: streichen — sägen — montieren — freuen. Wir hatten uns vorgenommen, vor dem Anpfiff zur WM fertig zu sein. Das hat funktioniert. Wir waren — wieder einmal — völlig fertig & vollkommen glücklich.

Die Schultern taten weh, die Beine waren schwer und wir hatten ordentlich was geschafft. Jetzt fehlte nur noch das feste Dach. Und die Outdoor-Küche selbst. Aber das waren dann die nächsten Bauabschnitte.

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Baupause für die Schultern

Für den Moment durften sich unsere Schultern erst einmal regenerieren. Schließlich war eine Etappenplanung nicht nur für das Projekt gedacht. Auch unsere Körper wussten eine kleine Pause durchaus zu schätzen. Und so blieb die Baustelle Baustelle. Aber eine, die langsam wirklich gut aussah. 

Macht es euch schön!
Herzliche Grüße

Sarah

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