Glücksmomente 09/26: Buchmesse. Bratapfel. Breath.
Zwischen Buchcovern und Bestseller-Autoren
Der Besuch der Frankfurter Buchmesse hat für mich persönlich eine lange, schöne Tradition. Schon als Schülerin war ich mit dem Team unserer Schulzeitung mehrere Jahre hintereinander in Frankfurt, um an Preisverleihungen teilzunehmen. Damals schrieb ich Glossen, und eine Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen, war für mich eine enorme Ehre.
Auch später zog es mich immer wieder auf die Buchmesse – erst mit meinem Mann, inzwischen auch mit unseren Kindern. Meine Tochter liebt Bücher genau wie ich. Und noch immer schlägt mein Germanistinnenherz höher, wenn ich all die bunten Cover, Neuerscheinungen und vielversprechenden Klappentexte sehe. Gleichzeitig meldet sich die minimalistische Stimme in mir zu Wort: So viele Bücher, so wenig Platz auf meinem Nachttisch und in meinen Regalen – und dann ist da noch die quälende Frage, welches ich zuerst lesen möchte.
Liebe zur Literatur lag in der Luft
Auch in diesem Jahr gab es einiges zu entdecken: Sebastian Fitzek, der die Bücher seiner Fans signierte, während diese in unfassbar langen Schlangen auf ihn warteten, Fußballweltmeister Christoph Kramer mit seinem Roman Wolkenberührpunkt und Peter Maffay, der gemeinsam mit seiner Frau Hendrikje Balsmeyer ihr Kinderbuch Anouk und das Geburtstagswunder vorstellte. Auch Thriller-Autor Arno Strobel mit Happy Weekend und Ursula Poznanski, die Autorin des Jugendthrillers Erebos, waren vor Ort. Besonders schön fand ich, wie nahbar, offen und freundlich die Bestseller-Autorinnen und Autoren wirkten. In den Hallen lag eine Mischung aus Neugier, Begeisterung und ganz viel Liebe zur Literatur in der Luft.
Die Atmosphäre gefiel mir übrigens deutlich besser als auf der Gamescom. Aber psst – das muss mein Sohn ja nicht unbedingt erfahren!
Für mich war der Besuch der Buchmesse ein Tag voller Glücksmomente im Serienformat: in Ruhe stöbern, schmökern und sich inspirieren lassen. Meine eigene Leseliste ist jedenfalls wieder ein gutes Stück länger geworden. Und während ich zwischen all den Werken mit meiner Familie durch die Hallen schlenderte, dachte ich an die vielen Bücher, die mich schon begleitet haben, und an all die Geschichten, die noch auf mich warten.
Bratapfel-Skyr – kleine Schwester vom Apfelkuchen
Bevor es mittags Kürbissuppe und nachmittags gebrannte Mandeln gibt, wartet im Herbst morgens erst einmal mein Bratapfel-Skyr auf mich. Die Bezeichnung Porridge wäre dafür übertrieben. Es ist einfach eine Mischung aus warmen Äpfeln, Zimt und etwas Agavendicksaft oder Honig, die im Airfryer zur unheimlich lecker duftenden und schmeckenden Kombi werden. Dazu esse ich Skyr oder Naturjoghurt, je nachdem, was ich gerade im Kühlschrank habe.
Manchmal kommen noch ein paar Haferflocken, Nüsse oder Chiasamen dazu. Meinen Bratapfel-Skyr und eine Tasse Matcha – mehr brauche ich nicht, um mir selbst morgens gute Laune zu machen. Für mich ist diese unkomplizierte Frühstückskombination die kleine Schwester vom Apfelkuchen – nur deutlich schneller gemacht und ohne, dass ich dafür morgens schon meine Küchenmaschine anschmeißen muss. Während sich der rohe Apfel in einen Bratapfel verwandelt, bleibt für mich sogar noch genügend Zeit, mich in Ruhe fertig zu machen.
Zutaten
Für eine Portion:
- 1 Apfel
- 1 TL Zimt
- 1 EL Agavendicksaft oder Honig
- 100–150 g Skyr oder Naturjoghurt
- 1 EL Haferflocken (optional)
- 1 EL gehackte Nüsse (optional)
- 1 TL Chia- oder Leinsamen (optional)
Zubereitung
Den Apfel in kleine Stücke schneiden und in den Airfryer oder in eine kleine, ofenfeste Form für den Backofen geben.
Mit Zimt bestreuen und den Agavendicksaft oder Honig darübergeben. Wer mag, mischt gleich noch die Haferflocken und/oder Nüsse unter die Apfelstücke.
Im Airfryer oder im Backofen bei 180 Grad etwa 10 Minuten backen, bis die Apfelstücke schön weich und aromatisch sind. Je nach Gerät und Apfelsorte kann die Zeit etwas variieren.
Den Skyr oder Naturjoghurt in eine Schüssel geben und die warme Bratapfel-Zimt-Mischung darüber verteilen.
Nach Belieben mit Chia- oder Leinsamen toppen – und fertig ist der Schmackofatz!
Mehr braucht es nicht. Kein großes Rezept, keine lange Vorbereitung. Ich freue mich jedes Mal über diesen unvergleichlichen Duft nach warmen Äpfeln und Zimt, der schon morgens ein bisschen Gemütlichkeit in die jetzt grauen Tage bringt. Manchmal nehme ich mir meinen kleinen Glücksmoment mit, nach Maastricht oder zur Buchmesse zum Beispiel: In einer Dose begleitet mich mein Mini-Apfelkuchen auch unterwegs.
Bleib auf deiner Matte
Ich praktiziere mittlerweile seit über 15 Jahren Yoga. Mal in Yogastudios, mal ganz für mich allein zu Hause auf meiner Matte. Als Ausgleich zu meinem oft stressigen Alltag, als kleine Belohnung nach besonders anstrengenden Tagen oder einfach, weil ich nach vielen Stunden am Schreibtisch merke, dass nicht nur meine Gedanken, sondern auch mein Körper eine Pause brauchen. Am liebsten rolle ich meine Matte abends aus: Mit ein paar Asanas und tiefen Atemzügen (manchmal auch Seufzern ;-)) lasse ich den Tag hinter mir.
Seit zehn Jahren bin ich bei meiner Freundin Melanie Schard im Physio Yoga Loft in Ahnatal-Weimar in den allerbesten Händen, wie ich persönlich finde. Und das meine ich durchaus wörtlich. Ich habe dort bereits Hatha Yoga praktiziert und mich aktuell wieder für den zertifizierten Präventionskurs „Yin Yoga & Faszienentspannung“ entschieden. Gerade am Abend ist diese ruhigere Form des Yoga genau das Richtige für mich, um mich zu resetten, den Tag Revue passieren zu lassen und das Gedankenkarussell anzuhalten.
Beim Yin Yoga werden die einzelnen Positionen über mehrere Minuten gehalten. Statt dynamischer Bewegungsabfolgen geht es darum, in einer Haltung anzukommen, loszulassen und den Körper sanft zu dehnen. Bolster, Blöcke und andere Hilfsmittel machen es möglich, es sich auf der Matte richtig gemütlich zu machen. Und wenn ich erst einmal liege oder sitze, gut gestützt und ohne den Anspruch, irgendetwas leisten zu müssen, merke ich oft erst, wie viel Anspannung ich als Mama, Ehefrau, Redakteurin, Kollegin, Freundin… häufig mit mir herumtrage.
Melanie und ihr tolles, kompetentes Team haben mit dem Physio Yoga Loft einen zauberhaften Ort geschaffen, an dem ich wunderbar zur Ruhe komme. Selbst in unruhigen Zeiten. Einen Ort für Bewegung, Entspannung und Achtsamkeit, an dem ich es tatsächlich schaffe, mit meinen Gedanken auf meiner Matte zu bleiben, statt gedanklich schon die nächste Einkaufsliste zu schreiben, meine To-do-Liste durchzugehen oder mich mit dem zu beschäftigen, was in der Woche noch so alles ansteht.
Deshalb ist mein Glücksmoment diesmal auch ein kleiner Reminder an mich selbst – und vielleicht an dich: Roll deine Matte aus. Morgens, abends, in deiner Mittagspause im Homeoffice oder während des Mittagsschlafes deiner Kinder zum Beispiel. Egal, ob bei Melanie und ihrem Team im Physio Yoga Loft, in einem anderen Yogastudio oder zu Hause vor dem Bildschirm mit einem Yoga-Video auf YouTube: Du musst dafür weder besonders sportlich sein noch eine Stunde Zeit freischaufeln. Manchmal reichen schon ein paar Minuten, ein klitzekleiner Sonnengruß oder eine kurze Wechselatmung (Nadi Shodhana), um wieder ein bisschen mehr bei sich selbst anzukommen.
Namasté – macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah
Weitere Glücksmomente findet ihr hier: Glücksmomente: Mini-Freude – große Wirkung-Archiv – Living Letter
* Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung für die Frankfurter Buchmesse und Bücher sowie eine Yogaschule, die ich aus eigener Überzeugung und ohne Gegenleistung zeige bzw. erwähne.
