Glücksmomente 10/26: Ofen. Off Campus. Operation Keller.

Ofen von O bis O

Von O bis O. Wer jetzt an Winterreifen denkt, liegt richtig. Wer an Kaminfeuer denkt, auch. Denn bei uns gilt diese Regel nicht nur für die Bereifung unserer Autos, sondern auch für die gemütliche Jahreszeit: Von Oktober bis Ostern zünden wir unseren Kamin an. 

Seit unserem ersten Haus, in dem wir bereits einen kleineren Ofen hatten, sind wir dem Feuer verfallen. Das sanfte Flackern, das leise Knistern und die wohlige Wärme, die sich ganz allmählich im Wohnzimmer ausbreiten, entschleunigen uns von jetzt auf gleich. Draußen darf es ungemütlich sein, der Wind ums Haus pfeifen und der Regen gegen die Scheiben trommeln. Drinnen machen wir es uns ab sofort so richtig gemütlich. Vor allem unser Kater Carlo: Er ist abends der Erste, der sich den Logenplatz direkt vor unserem Kamin sichert.

Normalerweise heißt es auch hier für uns: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Einmal im Jahr bekommen wir eine ordentliche Ladung Holz geliefert, die von der Einfahrt in unseren selbst gebauten Unterstand hinter der Outdoorküche gebracht werden muss. Erst stapeln wir das ganze Holz, Scheit für Scheit, Reihe für Reihe, bis die Einfahrt leer und der Unterstand voll ist, und dann genießen wir das Vergnügen, uns abends bei einer Tasse Tee vor dem Kamin aufzuwärmen. In diesem Jahr hatten wir ausnahmsweise noch genug Vorrat. Auch ein Glücksmoment. 😉 

Die Schlepperei fiel aus und wir konnten direkt zum Vergnügen übergehen: Mein Mann hat in dieser Woche zum ersten Mal den Kamin angezündet. Auch ich habe das Kaminfeuer in vollen Zügen genossen. Ungefähr fünf Minuten lang, dann bin ich auf der Couch eingeschlafen. Mein Glücksmoment war zwar kurz, aber kuschelig. 🔥

Halbzeit im Keller

Bald haben wir es geschafft! Wenn unsere Kellerrenovierung ein Marathon wäre, würden wir jetzt langsam auf die Zielgerade einbiegen. Wobei … ein paar Meter sind es schon noch. Also ist durchhalten angesagt.

Im vergangenen Winter haben wir bereits unseren Hobbyraum mit Billardtisch sowie meinem kleinen Gym und den Dekoraum renoviert. Dort lagern meine Kisten für Ostern, Weihnachten und Geburtstage. Weiße Wände, neue Fliesen auf dem alten Estrich, neue Lampen und Leisten: zwei Räume waren damit schon mal geschafft.

Aktuell sind Waschkeller, Flur und Treppe an der Reihe. Nach der Renovierung unseres Arbeits- bzw. Gästezimmers ist das unser zweites Indoor-Projekt in diesem Herbst. 

Mein Mann und ich haben die alten Fliesen mit dem Bohrhammer entfernt, die Reste nach oben geschleppt, auf unseren Anhänger geschmissen und anschließend Wände und Decke weiß gestrichen. Diese Woche haben wir dann in der Waschküche neue Fliesen in Holzoptik verlegt und verfugt.

Der erste Raum ist fertig: zumindest Decke, Wände und Boden. Halbzeit also. Es wartet zwar noch genug Arbeit auf uns, aber es ist immer ein schönes Gefühl, wenn wir schließlich sehen, wofür wir uns die ganze Mühe machen.

Mein Glücksmoment: Ein fertiger Raum und das gute Gefühl, dass unser Keller Stück für Stück so wird, wie wir ihn haben möchten. Auch wenn wir uns die Wochenenden momentan durchaus anders vorstellen könnten. 😉

Putzen war noch nie so spannend

Ich gestehe: Ich, 45, seit fast 20 Jahren glücklich verheiratet und Mutter von zwei Teenagern, wollte Off Campus eigentlich nur nebenher beim Putzen laufen lassen. Dass ich dabei gedanklich komplett auf dem College-Campus und nicht mehr im eigenen Haushalt unterwegs sein würde, hatte ich so nicht geplant.

Irgendwann, so nach den ersten 20 Minuten, ließ meine Konzentration deutlich nach. Ich wischte mit dem Fensterlappen die Tapete ab, verteilte beim Staubwischen die Flusen großzügig von links nach rechts und trug meinen Akkusauger von einem Zimmer ins andere, ohne ihn einzuschalten, während ich mit einem Ohr und zunehmend auch mit beiden Augen bei Off Campus war.

Nach Folge eins habe ich den Putzlappen schließlich weggelegt und mich aufs Sofa gesetzt. Ich musste wissen, wie es weitergeht. Jetzt verstehe auch ich, warum Off Campus so viele Fans hat. Die Prime-Video-Serie basiert auf der Bestsellerromanreihe von Elle Kennedy und hat es geschafft, innerhalb der ersten zwölf Tage weltweit 36 Millionen Zuschauer zu erreichen. 

Ich bin jedenfalls mittendrin, bei Folge sechs von acht, und liebe die Musik von The Beaches, die zauberhaften Songs von Ella Bright, die frechen Dialoge und die Leidenschaft, auch für Eishockey. 😉 Off Campus erinnert mich an Dirty Dancing und Grease, nur mit College-Alltag, Eishockey und einer ordentlichen Portion Herzklopfen.

Wenn ich die erste Staffel beendet habe, stehen die nächsten Serien schon auf meiner Liste: The Summer I Turned Pretty und Bridgerton. Dabei war ich bisher eher diejenige, die bei Filmen regelmäßig eingeschlafen ist.

Mein Glücksmoment: Eine Serie, die mich so richtig packt, dass ich alles um mich herum vergesse. Erst recht den blöden Haushalt. Dass das Putzen dadurch plötzlich Spaß macht, ist ein schöner Nebeneffekt. Auch wenn das Ergebnis durchaus zu wünschen übrig lässt. 😉 

Und was sagt mein Mann dazu?

Nein, du darfst mich nicht Garrett Graham nennen.
Nein, ich fange jetzt nicht an, Eishockey zu spielen.
Nein, wir wandern nicht nach Amerika aus.
Nein, du wirst dort nicht aufs College gehen.
Nein, ich werde mir jetzt kein Trikot mit der Nummer 44 bestellen.
Nein, ich lasse meine Haare nicht lang wachsen.
Nein, du kannst leider nicht singen.
Nein, ich lasse mir keinen lateinischen Spruch auf den Rücken tätowieren.
Nein, ich werde mir die Serie nicht auch noch mit dir ansehen.
Ich gehe jetzt in den Keller und lege Fliesen. Vielleicht magst du mir ja dabei helfen?… 😉

Macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah

* Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung für eine Prime-Video-Serie, die ich aus eigener Überzeugung und ohne Gegenleistung zeige bzw. erwähne.

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