Glücksmomente 03/26: Matcha-Tee und ein Teich voller Sushi

Living Letter Glücksmomente 03/26. Matcha-Tee und ein Teich voller Sushi

Me & My Matcha

Ich trinke seit etwa einem Jahr keinen Kaffee mehr. Whaaat? Genau so habe ich früher auch reagiert, wenn jemand so etwas Unfassbares gesagt hat. Kaffee ist schließlich für viele Lebenselixier, Wachmacher und manchmal auch Retter durch den Tag. Für mich war Kaffee aber vor allem ein Ritual. Wenn mein Mann am späten Nachmittag nach Hause kam, gab es diese kleine We-Time: Übergabe, Durchatmen. Ich reichte ihm mit der linken Hand eines unserer (Klein-)Kinder,  während meine rechte Hand bereits den Knopf unseres Kaffeevollautomaten drückte. Kein Feierabend für mich (als Mama niemals nie), aber immerhin so etwas wie Schichtwechsel. 

Heute sieht dieses Ritual etwas anders aus: Ich trinke Matcha. Nicht mehr nachmittags, sondern ganz früh am Morgen, direkt, wenn ich vom Laufband komme. Da wartet dann meine Matcha-Tasse meist schon auf mich, weil mein Mann oft der Erste in der Küche ist. 

Der große Unterschied für mich, seitdem ich meine Matcha-Routine entwickelt habe: kein Koffein-Auf und Ab mehr. Mit Matcha-Tee komme ich ruhig und konstant durch den Tag. Und es ist wieder ein kleines Ritual geworden: 

  • Matchapulver in eine Schale (zu Beginn hatte ich ein Tapas-Schälchen, inzwischen nutze ich das Matcha-Set, das mein Mann mir geschenkt hat), 
  • heißes Wasser dazu (lasse ich mir vom Kaffeevollautomaten erhitzen, damit er sich nicht so nutzlos fühlt),
  • mit dem kleinen Bambusbesen aufschlagen (ich forme dabei ein „M“ und warte, bis sich schöne Bläschen ergeben), 
  • Hafermilch (am liebsten Barista – manchmal Vanille) aus dem Milchaufschäumer dazu. Manchmal noch eine Prise Kokosblütenzucker darüber. Fertig.

Mein Glücks-Matcha-Moment? Wenn mein Mann auf Dienstreise muss und mir morgens um fünf noch schnell einen Matcha ans Bett bringt. Dann fällt der Start in den Tag gleich ein bisschen leichter.

Ein Teich voller Sushi und Wasabi

Im, am und auf dem Wasser ist unser Sohn voll in seinem Element. Er liebt Fische und für ihn war es ein Traum, dass unser heutiges Haus einen Teich hat mit einem Steg, zwei Fröschen, einem Kammmolch und rund 80 Goldfischen. Über den Winter hatten sich viele Fische ganz nach unten auf den Grund zurückgezogen – umso größer war unsere Freude, als sie bei den ersten Sonnenstrahlen wieder unter der Oberfläche ihre Runden zogen. Einige haben sogar neue Färbungen entwickelt: gescheckt, weiß, schwarz, rot, gelb – ich könnte ihnen stundenlang zusehen, wie sie im bunten Schwarm ihre Bahnen schwimmen. 

Im vergangenen Jahr haben wir einen zweiten Teich angelegt: den zugeschütteten und zugewachsenen Rücklauf für den früheren Schwimmteich haben wir eigenhändig wieder ausgebuddelt. Jetzt wohnen darin unsere Koi, Sushi und Wasabi, die unser Sohn von seiner Oma zum Geburtstag bekam. Seit Monaten hatten sie sich nicht blicken lassen, und wir waren wirklich in Sorge, ob die beiden den Winter und den Fischreiher überlebt haben.

Unser Glücksmoment: Wir haben Sushi und Wasabi gesehen   sie sind gesund und munter. Selbst unser Kater Carlo freut sich über die kleinen Kumpels und stupst vorsichtig mit seiner Pfote nach ihnen, als wären sie sein Spielzeug.

Mein Mann hat vor lauter Wiedersehensfreude für den Koi-Teich einen kleinen Wasserfall aus Gartenschlauch und umfunktioniertem Zink-Blumenkasten gebaut. Für unsere Goldfische haben wir aus einer umgedrehten Glasvase und einem Stück Plastik-Abwasserohr einen kleinen DIY Aussichtsturm konstruiert. Kinder, Kater, Kröten, Kammmolch, Koi: Unsere Familie ist wieder komplett.

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Frühling in 294 Staffeln: Vorher - Nachher - Repeat

Sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen und die Sonne im Frühjahr scheint, beginnt für mich jedes Jahr aufs Neue eine endlose Vorher-Nachher-Serie – mit gefühlt 294 Staffeln. Es ist, als hätte ich den ganzen Winter auf die Premiere der neuen Staffel gewartet. Und kaum läuft sie, drücke ich innerlich auf „Play“. Dann folgt eine Vorher-Nacher-Verwandlung nach der anderen.

Nach dem Motto: 

Nachher frühstücken wir mit der Familie zum ersten Mal wieder im geöffneten Wintergarten. 
Vorher putzen wir die Scheiben von innen und kärchern sie von außen.

Nachher sitze ich mit einem Iced Matcha Latte in der Sonne auf unserer Terrasse.
Vorher kärchere ich noch schnell die Terrasse, hole erst den Outdoorteppich, dann die Lounge aus dem Keller, klopfe die Polster aus, stecke ihre Bezüge in die Waschmaschine, bessere mit schwarzer Sprühfarbe ein paar abgeplatzte Stellen an den Gartenmöbeln aus, fege die letzten Blätter aus den Beeten und fahre in den Gartenmarkt, um Hornveilchen für die Terrassenkübel zu besorgen.

Nachher mache ich die erste Fahrradtour des Jahres – vielleicht sogar zur Eisdiele.
Vorher putze ich noch schnell mein Bike, pumpe die Reifen auf und kaufe mir einen neuen Fahrradkorb.

Nachher hole ich den Sonnenschirm auf die Terrasse.
Vorher entrümpele ich noch schnell das halbe Gartenhaus und bestelle Sperrmüll, um ihn überhaupt darin zu finden.

Eine einzige großes Vorher-Nachher-Transformation – und ich mittendrin. Mein Mann und ich bringen in diesen ersten warmen Tagen den Garten wieder in Form. Damit wir nachher, wenn die Sonne durchgehend scheint, einfach draußen sitzen und genießen können.

Mein Glücksmoment: Diese ersten Frühlingstage fühlen sich jedes Jahr an wie eine große Verwandlung. Von „optimierungsbedürftig“ zu „perfekt“. Und ich drücke dabei immer wieder gern auf „Repeat“.

Macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah

* Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung, da ich die Matcha-Zutaten aus eigener Überzeugung und ohne Gegenleistung zeige.

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