Glücksmomente 04/26: Chorkonzert. Körner. Kleine Schritte.

Glücksmomente 04/26: Chorkonzert. Körner. Kleine Schritte.

Von Kasse 3 zu DIY-Protein-Brötchen

Samstagmorgen, der Laden ist voll – und ich schiebe meinen Einkaufswagen Richtung Kasse. Wenn ich dort mit meinem von oben bis unten gefüllten Wagen entdeckt werde, passiert immer das Gleiche: „Wir öffnen Kasse 3 für Sie!“ Inzwischen weiß das Team schon, dass es sinnvoll ist, eine weitere Kasse zu besetzen, wenn ich komme.

Wir sind eine vierköpfige Familie mit zwei sportbegeisterten Teenagern im Wachstum. Kurz gesagt: Bei uns ist 24/7 eigentlich immer jemand hungrig. Deshalb kaufe ich jede Woche frisch ein und habe mir über die Jahre eine ziemlich effiziente Strategie fürs Beladen des Kassenbands und unseres Autos angewöhnt (stelle ich euch später mal genauer vor).

Nachdem ich also alles in einem schweißtreibenden Tempo aufs Band und in den Wagen sortiert habe, beugt sich die Kassiererin leicht zu mir herüber und flüstert verschwörerisch: „Soll ich den Betrag laut sagen oder möchten Sie ihn lieber selbst ablesen?“ In diesem Moment wird mir bewusst: Auch wenn wir Preise vergleichen und nach Angeboten einkaufen – die gestiegenen Lebensmittelpreise fallen aktuell wirklich auf. 

Genau deshalb probiere ich gerade wieder mehr DIY in der Küche aus. Zum Beispiel beim Frühstück. Brötchen kann ich am Wochenende schnell selbst backen. Mit ein paar einfachen Zutaten wie Vollkornmehl, Haferflocken, Skyr, Wasser und etwas Backpulver lassen sich in einer halben Stunde frische, proteinreiche Brötchen zaubern. Und die schmecken sogar. 😉

Glücksmomente 04/26: Konzert. Krümel. Kleine Schritte.

Rezepte: Skyr-Ecken und Haferbrötchen

Ich habe mich gleich an zwei virale Rezepte gewagt: Skyr-Ecken und Haferbrötchen. Die Zutaten habe ich meistens ohnehin im Haus, der Teig ist schnell zusammengerührt und nach etwa 30 Minuten – im Ofen oder Airfryer – steht ein Korb frischer Brötchen auf dem Tisch. Mit Sesam, Hafer, Chiasamen oder Kürbiskernen bestreut sehen sie nicht nur gut aus, sondern machen auch lange satt. Und wenn ich gleich mehrere backe und einfriere, haben wir (mit etwas Glück, wenn noch etwas übrig ist) sogar ein paar Tage etwas davon.

Und genau da lag mein kleiner Glücksmoment an diesem Wochenende: der Duft von frischen Brötchen in der Küche, ein voller Frühstückstisch und das gute Gefühl, mit ein paar einfachen Zutaten etwas richtig Gutes für meine hungrige Gang (und unsere Urlaubskasse) gezaubert zu haben.

Skyr-Ecken

Zutaten:
  •  500 g Skyr
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Backpulver
  • Haferflocken, Sesam, Kürbiskerne, Chiasamen (was ihr grad da habt) 
Zubereitung:
Ihr vermengt alle Zutaten miteinander; formt daraus eine große, flache Teichkugel; schneidet diese dann in Sechstel oder Achtel; bestreicht die Stücke mit Wasser und gebt sie dann bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) für etwa 30 Minuten in den Backofen.

Haferbrötchen

Zutaten:
  •  500 g Skyr
  • 500 g Haferflocken 
  • 150 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Päckchen Backpulver 
Zubereitung:
Ähnlich wie oben: Ihr vermengt alle Zutaten miteinander; formt daraus Brötchen und gebt sie dann bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) für etwa 30 Minuten in den Backofen. That`s it! 

Von Kyrie Eleison bis Indiana Jones – Gänsehaut inklusive

In dieser Woche saß ich abends auf einer Bank in der größten Kirche der Stadt und lauschte dem Konzert des Schulchores, in dem unsere Kinder gemeinsam singen. Um uns herum: weitere Eltern, Geschwister, Großeltern, nervöses Rascheln von Programmheften, aufgeregtes Räuspern und eine zauberhafte Atmosphäre, die durch die faszinierende Beleuchtung der Kirche noch verstärkt wurde. Die Teenagerstimmen klangen so stark, klar und harmonisch rein – kein Bruch, kein Wackeln, einfach voller Kraft, Energie und Freude. Sie füllten den Raum, von der ersten bis zur letzten Reihe deutlich spürbar, inklusive Herzklopfen, Gänsehaut und ein bisschen Pipi in den Augen bei uns Erwachsenen.

Von „Like a Prayer“ – übrigens aus dem Superhelden-Action-Film Deadpool & Wolverine als cooler Kontrast zur feierlichen Kirche – über „Total Eclipse of the Heart“, „Waiting on a Wish“ aus Schneewittchen und „Kyrie Eleison“, das mir noch am nächsten Morgen unter der Dusche als Ohrwurm blieb, bis hin zuIndiana Jones“ als Abschluss der Orchester-Darbietung: Alles zusammen machte den Abend zu einem echten Balsam für meine Mama-Seele.

In diesen Stunden merkten wir als Eltern wieder einmal, dass alles andere warten kann. Zwei gesunde, glückliche Kinder, eine liebevoller Ehemann (ja, auch gut aussehend, das sollte ich an dieser Stelle noch ergänzen ;-)), Musik, die Herz und Seele berührt – und ein Moment voller Stolz und Glück, der so intensiv und schön war, dass ich ihn am liebsten in einem Marmeladenglas einfangen und jeden Tag wieder hervorholen würde: Das ist, was für uns wirklich zählt.

1 % pro Tag: Mini-Schritte, große Wirkung

In dieser Woche habe ich jeden Abend einen kleinen, aber wertvollen Glücksmoment gehabt: Ich habe je drei Seiten im Buch Die 1 % Methode  – minimale Veränderung, maximale Wirkung von James Clear gelesen, das in einem Podcast empfohlen wurde und mir schließlich in einer Buchhandlung in Hamburg in die Hände fiel. Drei Seiten pro Abend, dann hatte ich ein Prozent der rund 300 Seiten erreicht und es fielen mir aus Müdigkeit (nicht aus Langeweile) die Augen zu. Aber genau darum geht es in dem internationalen Bestseller. Es zeigt, dass das Geheimnis des Erfolgs: ob bei sportlichen Bestleistungen, beruflichen Meilensteinen, privaten Beziehungen oder klassischen persönlichen Vorsätzen wie Abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören nicht um dramatische Veränderungen oder große Durchbrüche geht, sondern um winzige, tägliche Schritte, die sich über die Zeit vervielfachen – der Zinseszins der Selbstoptimierung. Der Schlüssel liegt in unseren Gewohnheiten.

Glücksmomente04/26: Chorkonzert. Krümel. Kleine Schritte.

Drei Seiten Me-Time pro Tag

Nur drei Seiten am Tag lesen – ein Prozent von 300 – und schon habe ich begonnen, ein System kleiner Gewohnheiten aufzubauen, das sich auch auf andere Lebensbereiche ausweiten lässt: mehr Me-Time, Gelassenheit, Bewegung, gesunde Ernährung oder auch einfach Routinen, die das Leben strukturieren. James Clear, einer der führenden Experten für Gewohnheitsbildung, erklärt in dieser Art „Bedienungsleitung“ auf leicht verständliche Weise, wie man winzige positive Gewohnheiten entwickelt und diese Schritt für Schritt umsetzt, wodurch bemerkenswerte Ergebnisse entstehen können. Nicht für einige Tage oder Wochen, sondern für das ganze Leben. Dabei geht es nicht um Ziele allein, sondern um das dahinterstehende individuelle Gesamtsystem, das langfristig Wirkung zeigt. 

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Die 1 % Methode ist für mich nachvollziehbar und voller praktischer Ansätze für meinen Alltag: beruflich wie privat. Es beschreibt, wie kleine Verbesserungen, die zunächst unscheinbar wirken, über Monate und Jahre erstaunliche Effekte entfalten können. Ich gebe das Buch grad allen in meinem Umfeld weiter, die ihr Leben bewusst in kleinen, machbaren Schritten verbessern möchten – und die Freude daran haben, jeden Tag ein kleines Stück zu wachsen. So wie ich. Heute lese ich wieder drei Seiten. Und dann schalte ich das Licht aus. Schließlich wollen wir nicht übertreiben. Das Buch heißt ja nicht „Die 2 % Methode“. 

Macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah

* Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung, da ich die Zutaten und das Buch aus eigener Überzeugung und ohne Gegenleistung zeige bzw. erwähne.

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