DIY Crumble Style Cookies. XXL-Kekse. Selbstgebacken.
Ich im Januar im Westfield Hamburg-Überseequartier: Ich runzle die Stirn und verdrehe leicht die Augen, als ich die rund 20 Meter lange Schlange im Center sehe. Menschen stehen dicht an dicht vor einem kleinen Shop – und das nicht etwa wegen Konzerttickets oder für das neueste Smartphone, sondern für: Kekse. Hamburg bietet für mich Landkreis-Kind so viel: Sehenswertes, Kulinarisches, Entdeckungswürdiges, Aufregendes: Wer stellt sich da denn bitteschön rund eine Stunde lang für Cookies an? Pff, denke ich mir und gehe weiter.
Auch im Februar im Westfield Hamburg-Überseequartier: Ich stehe selbst genau in dieser Schlange. Dieses Mal mit unseren zwei Teenagern, die an dem Hype um die XXL-Kekse nicht einfach so vorbeigehen wollten. Eine Stunde lang stehen wir dicht an dicht vor dem kleinen Shop. Am Ende halten wir eine kleine Schachtel mit vier Cookies in der Hand, für die wir preislich auch eine Familienpizza oder vier Döner hätten bekommen können. Und treten anschließend glücklich, genüsslich im Auto krümelnd, die Heimreise an. Ja, die Kekse waren wirklich lecker. Pff, so schnell kann`s gehen.
Zu Hause war klar: Das probiere ich selbst
Der Hype um diese großen, üppig getoppten Cookies hat mich also doch noch erwischt. Von daher war für mich zu Hause dann ziemlich schnell klar: Das probiere ich wieder einmal selbst. Denn das, was diese Kekse ausmacht, lässt sich eigentlich wunderbar nachbacken. Das beeindruckende, handtellergroße Format, die weiche, fast noch leicht teigige Mitte, außen die crosse Struktur und natürlich das Frosting – cremig, süß und so individuell wandelbar, dass man sich gestalterisch komplett austoben kann.
Inspiriert vom Original, aber ohne Schlange, ohne Großstadt-Trip, dafür mit unseren eigenen Lieblingszutaten backe ich unsere DIY Crumble Style Cookies jetzt regelmäßig. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass sie nicht mindestens genauso gut schmecken. Vielleicht sogar ein kleines bisschen besser – einfach, weil sie aus der eigenen Küche kommen.
Zutaten (für ca. 6 Stück)
- inspiriert von Cookie Couture -
TEIG
- 100 g weiße Schokolade für hellen Teig (alternativ: dunkle Schokolade für hellen oder dunklen Teig)
- 115 g Butter
- 125 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Ei (Gr. M)
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 TL Backpulver
- ¼ TL Natron
FROSTING
- 200 g weiche Butter
- 200 g Puderzucker
- 2 EL Backkakao (für das dunkle Frosting)
AUSSERDEM
Zuckerstreusel, Toffifee, Früchte wie Beeren, Nüsse, Brezeln & Co. – alles, was glücklich macht.
Zubereitung
- Schokolade z. B. mit einem Messer zerkleinern.
- Butter, Zucker und Vanillezucker mit Mixer oder Küchenmaschine schaumig schlagen.
Ei hinzufügen. - Mehl, Backpulver und Natron mischen und kurz unterheben.
Schokostückchen unterheben, Teig für ca. 30 min. in den Kühlschrank stellen.
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen.
Teig in Kugeln à ca. 75 g formen, leicht flach drücken und auf ein Blech setzen.
Ca. 15 Minuten backen – sie dürfen innen noch schön soft sein.
Kurz abkühlen lassen.
9. Für das FROSTING Butter und Puderzucker cremig aufschlagen.
10. In 2 Portionen teilen:
Kakao unter eine der beiden Portionen rühren
die andere Hälfte bleibt so
11. Frosting auf die Kekse streichen.
12. Dekorieren und ganz wichtig: verlieben!
Freude aus dem eigenen Ofen
Und so bleibt am Ende vor allem eine Erkenntnis: Trends kommen und gehen – aber die Freude, etwas selbst zu machen und direkt aus dem eigenen Ofen zu genießen, bleibt. Und vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das am Ende mehr zählt als jede Schlange vor einem Laden: den Duft in der eigenen Küche, das erste noch warme Stück und dabei den Gedanken zu genießen, für diesen kleinen Genuss nicht mehr Schlange stehen zu müssen, sondern mehr Zeit zu haben für all das Sehenswerte, Kulinarische und Entdeckungswürdige um uns herum.
Macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah
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Lecker Letter: Kein Sonntag ohne Kuchen
