Fünf Tipps für einen entspannten Städtetrip nach Paris

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Paris – mon amour. Vier Tage Städtetrip nach Paris mit Familie. Auch beim vierten Besuch hat die Stadt im Herzen Europas für uns nichts von ihrem Zauber verloren. Ganz im Gegenteil: Paris bleibt für uns ganz oben auf der Liste der Lieblingsziele, die wir immer wieder besuchen werden. Wieder einmal hat uns die besonders charmante Metropole gezeigt, dass ein kurzer Städtetrip nicht automatisch Stress bedeuten muss – selbst nicht mit Teenagern, 20.000 Schritten am Tag und einem ziemlich vollen Programm.

Dieses Mal war es besonders schön, weil wir uns unsere Paris-Reise ganz bewusst leicht gemacht haben. Keine durchgetakteten Tage, kein „wir müssen unbedingt noch…“, sondern vielmehr: „Alles kann, nichts muss“. Genau das hat erstaunlich gut und entspannt funktioniert. Daraus sind meine folgenden Tipps für euch entstanden: 

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1. Nach Prio planen – nicht alles muss sein

In diesem Fall war unsere Reiseplanung besonders kurzfristig: Zwischen der Entscheidung, nach Zeeland ans Meer oder gemeinsam nach Paris zu fahren, und der Abfahrt lagen gerade mal fünf Tage. Dazwischen packten wir unsere Koffer, feierten Ostern, bereiteten Haus samt Garten auf unsere Abwesenheit vor – und schon saßen wir im Auto.

Diesmal waren wir relativ planlos losgefahren. Erst während der knapp siebenstündigen Autofahrt entschieden wir gemeinsam, was wir in Paris unbedingt und nicht so unbedingt sehen wollten.

  • Prio 1: Eiffelturm, Montmartre und natürlich die Seine.
  • Prio 2: Notre-Dame und das Musée d’Orsay (im Louvre und im Disneyland waren wir beim letzten Mal).
  • Prio 3: Alles, was nett wäre, aber nicht sein muss.

Diese grobe Einteilung mit nur wenigen festen Zielen hat uns von Anfang an enorm entspannt.

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2. Immer schön locker bleiben

Natürlich kann man jeden Tag im Vorfeld minutiös durchplanen – wir machen das aber schon lange nicht mehr so streng. Gerade für die Ankunftstage nehmen wir uns bewusst keine festen Programmpunkte vor.

Man weiß nie genau, wie die Fahrt läuft, ob es zu Staus auf der Autobahn kommt oder Verspätungen bei Zug oder Flugzeug gibt. Diesmal waren wir sogar früher als gedacht in Paris. Weil wir noch nicht ins Hotel konnten, sind wir einfach in die Innenstadt gefahren und direkt auf der Île de la Cité, einer Seine-Insel, mitten in Paris gelandet.

Wir sind durch das Marais geschlendert, haben unsere ersten Crêpes gegessen und dann entdeckt, dass man Notre-Dame tatsächlich ohne lange Wartezeit kostenlos besuchen konnte. Also haben wir die Gelegenheit einfach genutzt.

Auch an den weiteren Tagen haben wir uns nicht hetzen lassen. Wir hatten grob unsere Prioritäten im Kopf, aber keinen Zeitdruck. Dieses „wir schauen einfach mal“ hat für uns den kleinen Unterschied gemacht.

3. Wetter im Blick behalten – und auf alles vorbereitet sein

Wir hatten großes Glück: durchgehend rund 25 Grad, Sonnenschein und blauer Himmel. Trotzdem gehört es bei uns – als ehemalige Camper – inzwischen einfach dazu, auf jedes Wetter vorbereitet zu sein: von Regen über Sturm bis hin zu allem, was unterwegs sonst noch passieren kann. Ob Mütze, Schal und Handschuhe, Regenschirm oder Sonnenbrille: Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ waren wir auch in Paris für alle Fälle bestens gewappnet.

Das ist auch der Grund, weshalb wir uns für einen Städtetrip entschieden haben. Der April ist in der Regel recht unbeständig: Gerade mit Teenagern können Regentage (ohne Rechner 😉) ziemlich lang werden. Selbst bei schlechtem Wetter gibt es in einer Stadt wie Paris genug (Indoor-)Möglichkeiten, um den Tag entspannt zu gestalten. Allgemein tut es gut, flexibel zu bleiben und immer einen Plan B in der Tasche zu haben. Und den hatten wir – neben Regencap und Sonnencreme.

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4. Keine Angst vor Schlangen haben

Eines war uns bewusst: Wer zu spät kommt bzw. Urlaub bucht, erhält unter Umständen auch keine Online-Tickets mehr für den Eiffelturm oder zum Beispiel das Musée d’Orsay.

Also sind wir einfach hingegangen. Ohne große Erwartungen. Im Zweifel hätten wir den Eiffelturm eben nur von unten gesehen oder das Musée d’Orsay von außen.

Aber wir hatten Glück: Die Schlangen der wartenden Besucher wirkten auf den ersten Blick zwar recht lang, aber nach etwa 30 Minuten vor dem Museum und rund 45 Minuten vor dem Eiffelturm waren wir jeweils drin in der Ausstellung bzw. im Lift. Sogar die Fahrt ganz nach oben zur Spitze des Eiffelturms hat ohne Komplikationen geklappt.

Manchmal lohnt es sich einfach, es zu versuchen und sich nicht sofort von beängstigenden Schlangen abschrecken zu lassen.

5. Proviant für den kleinen Hunger mitnehmen

Bei schönstem Frühlingswetter waren die Cafés in Paris oft sehr voll. Zu voll, um spontan einen Platz zu ergattern.

Für den kleinen Hunger zwischendurch hatten wir deshalb immer etwas Proviant dabei – so wurde niemand von uns (vor allem wir Mädels) „hangry“, wenn gerade nichts Passendes in Sicht war. Und tatsächlich: Dass wir uns morgens ein paar Brötchen belegten, von denen wir den ganzen Tag über zehrten, hat uns im Alltag wirklich entspannt.

Tagsüber waren wir durch unsere Snacks äußerst flexibel. Abends haben wir es ähnlich gehalten: kein Stress mit Restaurant-Reservierungen oder festen Uhrzeiten in Speisesälen. Mit Baguettes oder Pommes aus dem Airfryer im Hotel, der wieder mit dabei war, waren auch unsere permanent hungrigen Teenager satt und glücklich.

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Kein durchgeplanter Marathon

So fühlten sich diese vier Tage in Paris für uns am Ende an: nicht wie ein durchgeplanter Marathon, sondern wie eine Mischung aus kleinen Glücksmomenten, die sich ganz locker aneinandergefügt haben.

Zwischen Eiffelturm, Montmartre, Seine, Musée d’Orsay und Notre-Dame lag für uns vor allem eins: dieses entspannte Gefühl, nichts erzwingen zu müssen. Einfach laufen, stehen bleiben, weiterziehen – und sich überraschen lassen, was der Tag so bringt.

Schließlich ist das unser größter Paris-Tipp: Die Stadt nicht gewissenhaft abarbeiten, sondern sie passieren lassen. Dann zeigt sich ihr Zauber ganz von selbst.

Mit im Gepäck hatten wir auf dem Heimweg nicht nur Magnete, Mini-Eiffeltürme und eine Paris-Tasse für meinen Matcha, sondern vor allem jede Menge dieser kleinen Glücksmomente, die man nicht planen kann.

Macht es euch schön, wo auch immer ihr seid!
Herzliche Grüße
Sarah

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