Mehr als nur Restepfanne: Reis mit Thunfisch und Erbsen
Also, mal ehrlich: Wer kombiniert schon Reis mit Thunfisch, tiefgekühlten Erbsen, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Sojasauce – und bezeichnet das dann auch noch ohne zu zögern als eines der besten Rezepte überhaupt? Das bin dann wohl ich.
Ich weiß, auf den ersten Blick klingt dieses Gericht eher nach der Kategorie „Ich-leere-vor-dem-Urlaub-den-Kühlschrank-und-werfe-alles-in-eine-Pfanne“: eine klassische Restepfanne halt. Nicht besonders glamourös, nicht besonders aufregend und ganz sicher nichts, womit man bei einem Dinnerabend Eindruck schinden möchte. Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – gehört dieses Gericht „Reis mit Thunfisch und Erbsen“ seit Jahren zu meinen absoluten Favoriten im Alltag.
Warm. Verlässlich. Gut.
Dieses Rezept, das ich in einer Kochzeitschrift entdeckt, ausgeschnitten und sogar in einem eigenen Ordner aufbewahrt habe, begleitet mich schon sehr lange. Es ist eines dieser Gerichte, die immer gehen. Wenn es schnell gehen muss. Wenn der Rest meiner Familie Lust auf ein Fleischgericht hat, das ich nicht esse. Wenn der Tag lang und anstrengend war. Wenn ich einfach etwas Warmes, Verlässliches und richtig Gutes auf dem Teller haben möchte. Mein Soulfood.
Zauber der Zubereitung
Der Zauber liegt, wie so oft, nicht in den Zutaten allein, sondern in der Art der Zubereitung. Der Reis wird nämlich in der Pfanne fast schon knusprig gebraten. Und plötzlich wird aus einer vermeintlich langweiligen Mischung ein wunderbar aromatisches, herzhaftes Gericht, das nicht nur unglaublich gut schmeckt, sondern auch auf dem Teller noch richtig was hermacht. Goldbrauner Reis, leuchtend grüne Erbsen, frischer Schnittlauch – und mittendrin der würzige Thunfisch: Ich liebe einfach alles daran.
Und weil ich finde, dass solche Rezepte unbedingt geteilt werden sollten, stelle ich es euch hier Schritt für Schritt vor: „Mehr als nur Restepfanne – Reis mit Thunfisch und Erbsen“.
Zutaten (für 4 Personen)
- inspiriert von Lecker -
- 1 rote Zwiebel
- 400 g Jasminreis
- 4 El Sojasoße
- 125 g tiefgefrorene Erbsen (optional: Edamame)
- 1 Dose Thunfisch-Filets ohne Öl (160 g)
- 1 Prise Ingwer
- 2-3 Schnittlauch-Halme
- 1 EL Olivenöl (alternativ: Ghee)
- Salz und Pfeffer
- wer mag: Parmesan als Topping
Zubereitung
- Zuerst den Reis kochen, abschütten und anschließend etwas abkühlen lassen.
- Währenddessen die Erbsen (oder Edamame) in einer Schüssel auftauen.
- Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden.
- In einer großen Pfanne das Olivenöl (oder Ghee) erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten.
- Dann den Reis hinzufügen und bei hoher Hitze kräftig anbraten. Hier darf es ruhig ein bisschen brutzeln – genau das sorgt später für den guten Geschmack.
- Anschließend Sojasoße und eine Prise Ingwer dazugeben und alles bei mittlerer Hitze weiterbraten.
- Erbsen unterrühren.
- Schnittlauch waschen und in feine Röllchen schneiden.
- Thunfisch abtropfen lassen.
- Kurz vor dem Servieren Thunfisch und Erbsen in die Pfanne geben und unter den heißen Reis heben.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer mag streut noch etwas Parmesan darüber – und dann direkt genießen.
Gutes Essen muss nicht kompliziert sein
Ihr seht: Dieses Gericht ist wahrlich kein kulinarisches Meisterwerk im klassischen Sinne. Kein aufwendig komponiertes Menü, kein Essen, das man ausgiebig fotografiert, bevor man es anrührt (mache ich trotzdem jedes Mal ;-)). Gebratener Reis ist ein Rezept, das einfach funktioniert. Eines, das mich immer wieder daran erinnert, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss, um wirklich gut und vor allem: lecker zu sein.
Macht es euch schön!
Herzliche Grüße
Sarah
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