DIY: Wir streichen die Pflastersteine unserer Einfahrt
Ich muss jetzt so manche heimlich gehegte Erwartung an meine Person leider enttäuschen: Ich bin keine Hexe. 😉 Aber ich kann trotzdem zaubern. Weil ich eine Mama bin. Ich kann machen,
- dass aufgeschürfte Knie von jetzt auf gleich nicht mehr wehtun,
- dass unsere Küche nach dem gemeinsamen Plätzchenbacken innerhalb von einer Sekunde wieder sauber ist (ich mache „Abrakadabra“ einfach das Licht aus),
- und dass Filzstift auf hellen Couchbezügen unsichtbar wird.
Gemeinsam mit meinem Mann und Co-Zauber-Assistenten habe ich einen weiteren Trick auf Lager: Wir verwandeln „Simsalabim“ rote Einfahrten in anthrazitfarbene – und das, ohne einen einzelnen Stein zu bewegen. Und zwar: mit Farbe. Wir haben die Pflastersteine unserer Einfahrt im DIY-Verfahren gestrichen.
Pinsel, Rolle & Betonlasur
Begonnen haben wir mit unserer Pflasterstein-Magie in unserem ersten Haus. Innerhalb weniger Nachmittage erneuerten wir unsere komplette Einfahrt: Die war nämlich ursprünglich (im Jahr 1987) rot, später verblichen rosa und schließlich – wie von Zauber- bzw. Malerhand – dunkelgrau. Es war auch – wieder mal – keine Firma am Werk, die uns die alte Zufahrt neu gepflastert hatte. Nur wir und – Trommelwirbel „HokuspokusfidibusdreimalschwarzerKaterhexhex“ – drei Eimer Farbe. Klingt unglaublich, ist aber wahr: Wir hatten die Steine unserer Einfahrt mit einer speziellen Betonlasur gestrichen. Nur mit einem Pinsel und einer Rolle.
Kompletter Farbwechsel
Gekostet hatte uns die neue Einfahrt, die dann in einem satten Anthrazit glänzte, gerade mal 75 Euro (etwa 25 Euro pro 2,5-Liter-Eimer). Und unsere Einfahrt war gute 50 Quadratmeter groß. Verglichen mit den Kosten für neue Steine in dieser Größenordnung, war das ein Klacks.
Im Internet war ich auf diese spezielle Betonlasur gestoßen, die auch in unserem Baumarkt in Rot, Hellgrau sowie Anthrazit erhältlich ist. Die Betonlasur soll laut Hersteller eigentlich die verblichenen Farbtöne älterer Steine (unter anderem auch Gehwege) wieder auffrischen. Wir sorgten mit der Lasur für einen kompletten Farbwechsel. Auch sämtliche Flecken waren unter dem Anstrich nahezu verschwunden, die sich im Laufe der Jahre auf den Pflastersteinen angesammelt hatten.
Schritt für Schritt zur neuen alten Einfahrt
- Wir entschieden uns für Anthrazit, weil wir uns davon die höchste Deckkraft versprachen. Da unsere Steine schon sehr alt waren und über eine leicht angeraute, offenporige Oberflächenstruktur verfügten, nahmen sie die Lasur gut auf.
- Zuvor hatten wir unsere Einfahrt mit dem Hochdruckreiniger gesäubert und die Fugen von Unkraut befreit.
- Das beste Ergebnis erzielten wir, indem wir die Lasur zuerst satt mit einem Pinsel auftrugen und in einem zweiten Durchgang noch einmal mit einer Rolle.
- Mein Mann setzte sich beim Streichen auf ein Rollbrett und fuhr damit zwischen den Steinen hin und her, was für ihn und seinen Rücken bequemer war.
- Bereits nach einer Stunde war die Farbe im ersten Abschnitt getrocknet – wir warteten dennoch eine Nacht, bis wir die Steine wieder betraten – und ich meine Deko endlich wieder im Eingangsbereich platzieren durfte.
